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Geleitwort 2007

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer

   

Sind Sie selber Unternehmer/in? Oder Manager/in? Oder bei- des? Und haben Sie sich auch schon überlegt, bei welchen Ihrer Tätigkeiten Sie eher unternehmerisch unterwegs sind, und bei welchen Sie eher der/die Manager/in sind? Wenn es Ihnen auch so geht, dann sind Sie bei uns richtig, denn das ist genau das Thema, das uns heute als Leitmotiv begleiten wird: Der KMU-Tag 2007 steht unter dem Titel «KMU im Vorteil – was Unternehmer von Managern (manchmal) unterscheidet». Vermutlich haben Sie sich gefragt, was denn diese Klammern bei «manchmal» sollen. Wir wollen damit andeuten, dass wir nicht der oft vorschnell gefassten Meinung sind, dass «Manager» immer die «Bösen», und «Unternehmer» immer die «Guten» sind. Flugs will einem in diesem Zusammenhang das Sprichwort in den Sinn kommen: «Nicht immer, aber...». Wie Sie es von Forschern einer renommierten Wirtschaftsuniversität erwarten dürfen, legen wir – auch hier! – Wert auf eine umfassende und eine möglichst vorurteilsfreie (Neudeutsch würde man vielleicht sagen «systemorientierte») Sicht auf wirtschaftliche Rea- litäten. Ich schlage Ihnen deshalb vor, es uns hier gleichzutun: Lassen Sie die Inhalte der heutigen Tags unvoreingenommen auf sich wirken, machen Sie sich ein eigenes Bild, und überlegen Sie sich, wie Sie daraus für Ihren KMU-Alltag herausnehmen können. Mit dieser Absicht haben wir für Sie sechs interessante Per- sönlichkeiten zu Referaten einladen können, die Ihnen anregende und inspirierende Impulse für Ihre eigenen Gedanken geben können.

Lassen Sie mich zusammenfassen, wovon heute die Rede sein wird. HSG-Professor und «Urgestein» Rolf Dubs wirft einen Blick auf die Beziehung zwischen KMU-Unternehmern und Managern: Wer ist hier der David, und wer der Goliath? Und stimmt das Bild überhaupt? Weltwoche-Verleger Roger Köppel berichtet von seinen Einsichten als quasi frischgebackener Verleger: Sieht er die KMU- und Manager-Welt noch gleich wie früher? Was hat er in seinen Ansichten hinzugewonnen? Aus einer speziellen Branche kommt Walter Borner von Zimmerli Textil, denn sein Unternehmen ist wie kaum ein anderes «hautnah» an der internationalen Prominenz. Was das für die Führung des Unternehmens bedeutet, fasst er mit einem Motto zusammen: «Dort wo man gut ist, dort soll man drauf!». Bestsellerautor Gunter Dueck wird in seinem Vortrag die Managerwelt augenzwinkernd vor ihrer Zukunft warnen: «Vorsicht: Lean Brain Management!». Die Werkzeugherstellerin Eva Jaisli wird am Beispiel ihres Unternehmens zeigen, wie man Verantwortung im internationalen Wettbewerb trägt. Einen besonderen Aspekt des Themas hat sich Raiffeisenchef Pierin Vincenz ausgesucht: die Frage nämlich, wie man durch eine geeignete Führungskultur aus Mitarbeitern Unternehmer macht. Den KMU-Tag moderiert diesmal Reto Brennwald. Sie kennen Ihn bestimmt aus der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens. Er wird dafür besorgt sein, dass er – für Sie – die richtigen Fragen am richtigen Ort stellt.

Was sind die Ziele des KMU-Tags 2007? Erstens wollen wir Sie dafür sensibilisieren, dass das Schwarz-Weiss-Bild von «Unternehmern» und «Managern» zu einfach ist. Wer von beiden Welten das Beste wählt, fährt wohl am besten. Zweitens erhoffen wir uns als die Organisatoren – KMU-HSG und freicom -, dass Sie sich rundherum wohlfühlen und Ihre Kontakte in entspannter Atmosphäre pflegen können. Drittens wünschen wir Ihnen einen intellektuell wie auch beruflich lohnenden Tagungsbesuch, damit auch Sie erzählen können:

«An keinem anderen Tag sind wir KMU uns näher!»
Im Namen des Patronatskomitees und der Veranstalter:

Herzlich willkommen am KMU-Tag 2007! 

Ihr

Prof. Dr. Urs Fueglistaller
Präsident Patronatskomitee KMU-Tag,
geschäftsführender Direktor KMU-HSG